Wenn du einen Blog neu aufbaust, stellt sich ziemlich schnell die Frage nach dem richtigen Blogsystem. Wie bekommst du deine Texte und Bilder denn nun ins Web? Nachdem du eine Wunschdomain gesichert hast, kommt von deinem Provider Werbung für einen Homepage-Baukausten. Das klingt erst einmal verlockend: Die vorgefertigten Blogsysteme versprechen eine Website ohne Vorkenntnisse, die auch für Mobilgeräte optimiert ist. Manche Anbieter von Content-Management-Systemen übernehmen sogar die Erstellung: Man liefert Struktur, Texte und Bilder für die Webseite und ein Designer setzt das Ganze um, inklusive Suchmaschinenoptimierung, Impressum und Datenschutzerklärung.

Der Homepage-Baukasten hat seine Grenzen

Das klingt zu schön, um wahr zu sein? Richtig, denn hier kommt der Haken: Mit einer Webseite aus dem Baukasten schaffst du dir ein Korsett an, das früher oder später zu eng für deine Bedürfnisse wird. Individuelle Anpassungen sind nur begrenzt möglich. Und der Homepage-Baukasten kostet dich jeden Monat Geld. Für eine Hobby-Homepage oder eine digitale Visitenkarte mag das starre Gerüst ausreichen. Doch wenn du mit deiner Seite professionell auftreten und Kunden ansprechen möchtest, kommst du um eine komplexere Lösung nicht herum.

WordPress ist Marktführer der Blogsysteme

Die gute Nachricht lautet: Zum Glück gibt es inzwischen individuelle und komfortable Blogsysteme, die noch nicht mal teuer sind. Absoluter Marktführer bei den professionellen Content-Management-Systemen für Blogs ist WordPress. Praktischerweise kann man mit den unzähligen freien WordPress-Vorlagen nicht nur einen Blog befüllen, sondern auch statische Seiten eines Webauftritts gestalten. Millionen von Entwicklern stellen zudem noch individuelle Plugins für diverse Bedürfnisse zur Verfügung – teilweise kostenlos und teilweise gegen Bezahlung.

Zugegeben, der Seitenaufbau in WordPress erfordert mehr als ein grundlegendes technisches Verständnis. Wem die Zeit oder die Muße fehlen, sich in die technischen Tiefen des Blogystems einzuarbeiten, der kann diese grundsätzlichen Arbeiten auch gut an einen Profi auslagern. Das tagtägliche Befüllen des Blogs mit Texten und Bildern ist hingegen kinderleicht. Um besser bei Google gefunden zu werden, lädt man sich einfach noch ein SEO-Plugin herunter und optimiert die Blogbeiträge damit.

Erst die Homepage, dann Facebook

Jetzt fragst du dich vielleicht: Und warum poste ich meine Inhalte nicht einfach in den sozialen Medien? Die ganze Arbeit mit einer eigenen Domain muss ich mir doch nicht machen, oder? Auch hier kommt es wieder auf deine Zielsetzung an: Wenn du ohnehin nur deine Freunde an deinem Hobby teilhaben lassen möchtest und alle sind auf Facebook unterwegs, liegt es nahe, eine Seite auf Facebook zu erstellen. Doch wenn du eine Weltreise planst und darüber berichten möchtest, würde ich dir bereits raten, eine eigene Webseite aufzubauen. Nur mit einem eigenen Blogsystem hast du die volle Kontrolle über deine Inhalte.

Mit dem Hochladen deiner Fotos auf Facebook gibst du der Plattform die Erlaubnis, diese weiterzuverwenden. Zudem kann Facebook die Spielregeln der Plattform natürlich jederzeit ändern. Wie wahrscheinlich ist es, dass deine Inhalte anderen Nutzern ausgespielt werden? Das entscheidet allein der Facebook-Algorithmus. Und vielleicht sind deine potenziellen Kunden auch gar nicht auf Facebook aktiv! Bei der Verwendung eigener Blogsysteme musst du dich zwar auch in den Ergebnislisten von Google nach oben kämpfen, aber zumindest kannst du diese gezielt bewerben und bist frei in der Darstellung deiner Inhalte. Du musst dich nicht an vorgegebene Formate halten.

Daher lautet unser Tipp: Nutze die sozialen Medien lieber, um Besucher auf deinen Blog zu leiten und nicht als komplette Unternehmenspräsenz. Wer erst einmal auf deiner Seite ist, schaut sich dort mit Sicherheit auch genauer um und wird nicht gleich wieder durch Neuigkeiten im Facebook-Feed abgelenkt.

Welche Erfahrungen hast du mit unterschiedlichen Blogsystemen gemacht? Diskutiere mit uns auf Facebook.

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